Schamanismus

Schamanismus ist keine Religion, sondern eher eine Technik, ein System von Glaubensvorstellungen, Überzeugungen, praktischen Erfahrungen und Wissen.

Zu den Grundlagen des Schamanismus gehört die schamanische Reise. Wenn ein Schamane um Hilfe gebeten wird, fragt er seine Geister um Rat. Zu denen nimmt er im schamanischen Bewusstseinszustand Kontakt auf indem er in andere Realitäten wechselt. Diese anderen Wirklichkeitsebenen können wir uns als eine Art Netz vorstellen, worin der Schamane sich entlang der Fäden von Raum und Zeit frei bewegen kann.

Schamanische Techniken sind grundsätzlich von jedem erlernbar. Eine Eignung ist jedoch Vorraussetzung. Zum Schamanen wird man letztlich aber erst durch den Ruf der Geister und durch die eigene Initiation. Die Kräfte, die Schamanen zur Verfügung stehen, erwerben sie durch Entbehrung und Leiden. Sie bitten dann um Erkenntnis und Weisung. Wichtige Voraussetzungen sind Glaube und Vertrauen, die immer wieder in Übungen geprüft werden

Termine: mit Roland für schamanische Beratung/Sitzung nach Absprache

Definition: Der Begriff stammt aus Zentralasien und bezeichnet einen Grafik MenschWissenden. Ein Schamane ist ein Mittler zwischen der Welt der Menschen und der Welt der Geister. Er begibt sich bewusst in einen ekstatischen Zustand, den er auf unterschiedliche Weisen erzeugt (Gesang, Sprache, Tanz, Instrumente ...), um so eine andere Welt, eine normalerweise verborgene Wirklichkeit zu erreichen. Dort bittet er um Hilfe für sich und andere. Er hat mindestens einen, meist aber mehrere Schutzgeister.

Aufgaben: Diese umfassten hauptsächlich drei große Bereiche, die alle dem Überleben der Menschen dienten: Fruchtbarkeit - Ernährung - Gesundheit/Tod,

Fruchtbarkeit
Pflanze, Tier und Mensch müssen fruchtbar sein, auf dass die Kontinuität des Lebensstroms gewahrt bleibt

Ernährung
Der Mensch in früheren Zeiten war in die Harmonie eines an der Natur orientierten Weltbildes geboren. Alles Leben resultierte aus der Liebe von Vater Sonne (gebende Kraft) und Mutter Erde (emfangende Kraft) und die so entstandenen "Kinder" waren alle Brüder und Schwestern untereinander. Sie waren gleichwertig, verdienten Respekt und durften somit nicht getötet werden.
Nun muss der Mensch aber Leben nehmen um das eigene Leben zu erhalten. Es muss also das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Diese Aufgabe übernahm, wenn möglich, der Schamane, indem er sich bei dem Geist der Tiere entschuldigte und eine Gegenleistung anbot (welch ein Gedanke für die heutige Zeit). Der Mensch wurde so nicht als der Natur entgegen oder über ihr stehend gesehen, sondern als Teil von ihr.
Aber bevor eine Entschuldigung nötig wird, muß das Tier erst einmal gejagt werden und das ist gar nicht so einfach. Der Polarforscher Knud Rasmussen beschreibt, wie die Inuit Schamanen zum Geist der Tiere reisten und sie baten sich zu opfern.

Gesundheit/Tod
Krankheit wird als disharmonischer Zustand begriffen. Wenn wir durch Denken und Tun die Schöpfung und das eigene Leben missachten, wird unser Geist krank und wir bieten den negativen Kräften ein Ziel. Zuerst erhalten wir vom Schicksal einen Hinweis unsere Lebensweise zu ändern, der bei Nichtbeachtung dann deutlicher wird und weiter zu Krankheit oder sogar Tod führt.
Eine Heilung wird in die Wege geleitet, indem der Schamane vermittelt zwischen dem  Schöpfer und dem Selbst des Kranken. Schamanen verstehen sich nicht als diejenigen, die Heilung bewirken, sie sehen sich als Helfer und Vermittler.

Der Schamane erreicht die andere Seite nur durch Verlassen der alltäglichen Wirklichkeit seines Körpers und ist so in gewissem Sinne Tod. Auch die schamanische Initiation führt duch den Tod. Dadurch und durch andere Übungen wird er zum "Experten" des Todes und kann daher Sterbenden beim Übergang zur anderen Seite helfen.
Roland